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Bundesfachverband Saunabau, Infrarot
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10/2009 - Sauna und Infrarot-Wärmekabine weiterhin im Trend

Presseerklärung

Wohlfühlen – man gönnt sich doch sonst nicht viel
Sauna und Infrarot-Wärmekabine weiterhin im Trend

Köln, 28. Oktober 2009. Die Sparte Wellness erfreut sich weiterhin ungebrochenen Zuspruchs bei jung und alt. Davon profitiert die Wellnessbranche ganz allgemein, die Sparten Sauna und Infrarot-Wärmekabinen im speziellen. Denn beide Produktlinien stehen im Fokus, wenn man an Wellness denkt.

Das Saunabaden und das Überwärmen in der Infrarotkabine treten zueinander nicht in Konkurrenz. Es bestehen sowohl von der strahlungs-physikalischen Seite als auch von der medizinischen Wirkungsweise grundsätzliche Unterschiede. Das Saunabaden ist ein Einwirken der heißen Umgebungsluft auf den Körper, in der Infrarotkabine dringt die Strahlungswärme direkt in den Körper ein.

Zwischen Saunabaden und Infrarotüberwärmung besteht keine Wanderungsbewegung der Anwender. Newcomer entscheiden sich für die eine oder andere Badeform, wobei ein leichter Trend zur Infrarotkabine feststellbar ist. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Infrarotkabine einen geringen Platzbedarf hat. Insbesondere in Mietwohnungen wird sie aufgestellt, ohne dass – wie bei der Sauna – ein passgenauer Einbau erwünscht ist. Hinzukommt, dass die Saunakabine einen höheren finanziellen  Aufwand erfordert. Saunakabinen mittlerer Größe und Qualität nach RAL-GZ 423 kosten mit Einbau ab 4.000,--€. Eine entsprechende IR-Wärmekabine mit Qualität nach RAL-GZ 420 kostet in etwa das gleiche. Allerdings ist der Trend zur Kombinationskabine erkennbar, die im Preis höher liegt. Individualität bei technischer Ausstattung und Design sind gefragt.

Die Marktsituation im Saunabereich ist durch einen Rückgang der Nachfrage gekennzeichnet. In den ersten 9 Monaten dieses Jahres ist sie gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um rund 15% eingebrochen. Dabei ist festzuhalten, dass der Einbruch schon im Herbst 2008 einsetzte. Ferner hat die Abwrackprämie auch hier zu einer Umlenkung der Investitionen des Verbrauchers geführt: Statt Sauna doch lieber ein neues Auto. Dieser Trend ist ausgelaufen. Jetzt zieht die Nachfrage langsam wieder an. Die guten Absatzahlen des Herbstes 2007 dürften allerdings nicht erreicht werden.

Wurden im 1. Quartal 2008 laut Statistischem Bundesamt (Produktionsstatistik) noch 4.288 Stück gemeldet, ging die Zahl im 1. Quartal 2009 auf 3.503 Stück zurück (-11 %).

Der Durchschnittswert der einzelnen Kabine hat sich, wie folgt, entwickelt:

1. Quartal 2008 Durchschnittswert aller Kabinen  =        3.641,00 €
1. Quartal 2009 Durchschnittswert aller Kabinen  =        4.142,00 €.

Der Anstieg macht über 10 % aus, was im Wesentlichen auf Qualitätssteigerung und technische Verbesserung zurückzuführen ist.

Die Marktsituation im Bereich Infrarot-Wärmekabine kann auf amtliche statistische Werte nicht zurückgreifen. Die Branche ist auf interne Einschätzung angewiesen. Es lässt sich sagen, dass die Stückzahlen gegenüber 2008 stark rückläufig sind. Hinzu kommt, dass Importe aus Fernost den Markt „durcheinander“ wirbeln.

Was die Preisentwicklung anbelangt, so ist mit einem leichten Anstieg der Vormaterialien zu rechnen. Er wird beim Holz (Spezialholz) stärker ausfallen (+5 %) als in anderen Bereichen.

In beiden Marktsegmenten, also bei Sauna und IR-Kabine, ist der Trend zum hochwertigem Produkt weiterhin erkennbar. Namentlich im gewerblichen  Bereich, insbesondere im Hotelbereich, werden hochwertige Anlagen installiert. Bei der Sauna ist die Vermarktung über den Direktvertrieb und über den Fachhandel weiter vorherrschend, bei der Infrarotkabine ist die Baumarktschiene dominant.

Die Situation auf dem Import- und Exportsektor ist durch die Struktur der Branche geprägt (kleine und mittelständische Betriebe). Nach wie vor dringen – wie bereits erwähnt –  Infrarotkabinen aus Niedriglohnländern verstärkt in den Markt. Andererseits haben die Saunahersteller auf dem Exportmarkt mit Schwierigkeiten zu kämpfen und sehen sich Risiken ausgesetzt. Nur wenige sind hier tätig.

Technologisch haben sich Sauna und Infrarotkabine weiter entwickelt und den Vorsprung gegenüber der ausländischen Konkurrenz vergrößern können. Die Multifunktionskabine ist im Kommen. Der Vorsprung ist auch daraus zu erklären, dass sich zum Beispiel die Sparte IR-Kabine in die internationale Normung eingeklinkt hat und hier ihr technisches Know-how einbringt. Designorientierung bei den Produkten steht weiter oben an. Die Steuerungsanlagen sind auf individuelle Badewünsche ausgerichtet und damit benutzerfreundlich.

Insgesamt sieht sich die Branche einer zähen Marktsituation gegenüber gestellt. Sie schätzt aber ein, dass mit Einsetzen der besseren wirtschaftlichen Grundströmung, wie es jetzt zu verzeichnen ist, die Zukunftsaussichten positiv beurteilt werden. Allerdings bringen Globalisierung der Märkte und ein verstärkter Wettbewerb große Herausforderungen mit sich. Hier wirken sich die Qualitätsbemühungen nach  RAL GZ  420 für Infrarotkabine und das überarbeitete Qualitätswerk nach RAL-GZ 423 für die Sauna auf beide Sparten positiv aus.

Gütegemeinschaft Infrarot Wärmekabinen e.V. Wiesbaden
Gütegemeinschaft Saunabau und Dampfbad e.V. Wiesbaden

V.i.S.d.P.
Dr. Ernst F. Lange

Kontakt:
Monika Tietje
Gütegemeinschaft Saunabau und Dampfbad e.V.
Wiesbaden
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Telefon: 0611-89085-19
Telefax: 0611-89085-10
Internet: www.sauna-ral.de